Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses

11. August 2022
Information Neubau Feuerwehrhaus
Die Stadt Kemnath treibt viele große Projekte voran. Das wohl Größte ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kemnath. Nun fand der Spatenstich statt. Dabei unterstrich der Bürgermeister die Notwendigkeit.

 

Die Projekte der Stadt Kemnath finden nicht nur im Umland große Beachtung. Eines ihrer größten eigenen Bauprojekte ging nun in die Umsetzungsphase über: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kemnath. Zu einer Feierstunde hatte die Stadt Kemnath als Bauherr um Bürgermeister Roman Schäffler zum offiziellen Spatenstich geladen.

„Es ist ein großer Meilenstein, welcher dieser Tage mit dem Bau gestartet ist“, betonte Bürgermeister Roman Schäffler. „Die Planungen für einen Um- und Anbau mit Sanierung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses, welches im Jahr 1985 errichtet wurde, schied aufgrund unwirtschaftlicher Aspekte schnell aus“, blickte das Stadtoberhaupt auf die anfänglichen Planungen zurück. „Einstimmig entschied sich der Stadtrat zum Neubau eines zukunftsfähigen, modernen und funktionellem Feuerwehrhauses“, erörterte Schäffler.

Auf rund 10 Millionen Euro belaufen sich die Kostenerrechnungen für den Feuerwehrhausneubau in Kemnath. Damit ist der Neubau des Gerätehauses in Kemnath bei lediglich knapp 1,2 Millionen Euro an Fördergeldern wohl das größte Projekt der Stadt Kemnath. „Hätte man den Bau zwei oder drei Jahre eher begonnen, dann wären wir vielleicht günstiger davongekommen“, meinte der Bürgermeister mit Blick auf die aktuellen Baukosten und die Preisentwicklung. „Wir sind stark bemüht den Kostenrahmen einzuhalten“, erörterte der Bürgermeister.

Der Neubau des Feuerwehrhauses ist kein Projekt „dass wir uns leisten können, sondern wir brauchen es“, stellte Roman Schäffler klar. Zum Spatenstich freute sich der Bürgermeister gemeinsam mit seinen Stellvertretern Hermann Schraml und Katharina Hage sowie Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath Reinhard Herr das beauftragte Architektur- und Ingenieurbüro Schultes um Wolfgang Schultes und Matthias Stelzl, die bauausführende Firma König aus Speichersdorf um Volker Ziegler, Statiker Markus Bayerl, das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft um Roland Sächerl und Stefan Gaßler, die Kommandanten Peter Denz und Norbert Weismeier sowie die Vorstände Marco Schäffler und Peter Kreuzer als auch „Feuerwehrfachplaner“ Alfred Vogel begrüßen zu dürfen.

Großen Dank sprach das Stadtoberhaupt den Kameraden der Feuerwehr Kemnath aus, welche „mit viel Detailarbeit in der Vorplanung“ nicht nur der Stadt Kemnath sondern auch die Architekturbüro viel Arbeit abgenommen haben. „Es wird ein Gebäude, vorgeplant von der Feuerwehr, für die Feuerwehr“, unterstrich Schäffler. Erfreut zeigte sich der Kemnather Bürgermeister, dass viele ortsansässige oder regionale Firmen für das Bauprojekt im Zuge der öffentlichen Ausschreibungen gewonnen werden konnten.

Gebäudestruktur und Synergieeffekte

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses umfasst 13 Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine Schlauch- sowie Atemschutzwerkstatt, zahlreiche Technikräume und Werkstätten, eine Übungswohnung mit Übungsturm als auch einen umfangreichen und großzügigen Sozialtrakt. „Es wird ein bedarfsgemäßes Gebäude für die nächsten 30 bis 40 Jahre, es wird ein Feuerwehrhaus, welches auf die Zukunft und für die Anforderungen entsprechend ausgerichtet und ausgestattet ist“, versicherte der Bürgermeister.

Als „Synergieeffekt“ wird die Nutzung vieler baulicher und technischer Einrichtungen für alle Ortsteilfeuerwehren sowie auch umliegende Feuerwehren anderer Gemeinden gesehen. Dazu zählt neben dem Übungsturm und der Übungswohnung auch die Übungsflächen und Schulungsräumlichkeiten, ebenso die Schlauchpflege. Auch die Fahrzeugwaschhalle wurde so ausgelegt, dass städtische Nutzfahrzeuge gereinigt und gewartet werden können.

Architekt Wolfang Schultes zeigte sich erfreut, „dass es nun endlich los geht“. Schultes blickte auf die Planungsphasen und die umfänglichen Vorbereitungen mit der Einholung von Gutachten und dem Zukauf von Flächen zurück. „Letztlich wurde vom Landratsamt am 4. Juli dieses Jahres die Baugenehmigung erteilt“, blickte Schultes hoffnungsvoll auf. Die Außenmaße des Gebäudekomplexes werden sich auf fast 90 x 60 Meter belaufen.

Erst Umzug, dann Abriss

Der Neubau des Gerätehauses gliedert sich in drei Bauabschnitte vom Hallentrakt über den Sozialtrakt und den Übungsturm. Erst wenn der komplette Neubau des Feuerwehrgerätehauses hinter dem aktuell bestehenden Feuerwehrhaus errichtet ist und die Feuerwehr Kemnath umgezogen ist, werden diese abgerissen.

Aktuell laufen die Erdarbeiten mit der Erschließung und Gründung der Baufläche auf Hochtouren. Diese Arbeiten werden durch die Fa. Hautmann aus Kötzersdorf im Auftrag der Fa. König ausgeführt. „Geplant ist, dass der Sozialbereich noch in 2022 soweit hergestellt wird, dass dieser winterfest ist“, erörterte Schultes. Auch der Hallentrakt soll im November errichtet werden, „sodass das Bauwerkbereich geschützt ist“. Der Rohbau wird hierbei in Stahlbeton errichtet. „Es wird ein sehr funktionales, schönes und wertiges Feuerwehrhaus“, meinte der Architekt.

Bildunterschrift:
Zum Spaten griffen Bauamtsmitarbeiter Stefan Gaßler, Bauunternehmer Volker Ziegler, Architekt Matthias Stelzl, Statiker Markus Bayerl, Kommandant Peter Denz, Architekt Wolfgang Schultes, Bürgermeister Roman Schäffler mit seinen Stellvertretern Katharina Hage und Hermann Schraml, Vorstand Marco Schäffler, Geschäftsstellenleiter Reinhard Herr und Bauamtsleiter Roland Sächerl (von links) anlässlich des Spatenstichs zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kemnath.